Die Kakaopflanze
Durch die steigende Beliebtheit der Kakaobohne konnte sich auch die Kakaopflanze zu einer beliebten und zudem überaus bekannten Pflanze entwickeln. Überwiegend wächst die Kakaopflanze in den Regenwäldern von Lateinamerika. Je nach Art handelt es sich bei dieser um immergrüne Bäume und Büsche. Den Namen bekam die
Kakaopflanze von dem schwedischen Forscher Carl von Linné verliehen.
Heute findet man die Kakaopflanze auch häufig auf verschiedensten Plantagen. In der freien Natur erreicht die Pflanze eine Höhe von bis zu 15 Metern. Wird sie jedoch auf Plantagen angebaut, wird sie in der Regel auf vier Meter gestutzt. Nicht selten erreichen die Blätter der Kakaopflanze eine Länge von 35 cm. Die gelben Früchte der Kakaopflanze haben eine ledrige Schale und bringen nicht selten bis zu 500 Gramm auf die Waage. Zudem erreichen sie eine Länge von 15 bis 20 cm. Im Inneren einer Frucht befinden sich zwischen 30 und 60 Samen, die als die Kakaobohnen bekannt sind. Diese werden von einem schmackhaften Fruchtfleisch umgeben. Aus den Samen wird in einem langwierigen Prozess der bekannte Kakao gewonnen. Die Kakaomasse wird in einem umfangreichen Umwandlungsprozess gewonnen. Heute kann bei der Kakaopflanze zwischen verschiedenen Grundtypen unterschieden werden. Hierbei handelt es sich um den Einheimischen und den Fremdling. Beide Bezeichnungen für die Kakaopflanze haben ihren Ursprung in Venezuela. In Venezuela wurden anhand dieser Bezeichnungen die einheimischen Kakaopflanzen von denen anderer Länder unterschieden In späteren Jahren fanden Forscher heraus, dass beide Arten problemlos miteinander gekreuzt werden können. Ausgehend von Fruchtform und Samenfarbe wird eine Gliederung der Kakaopflanze vorgenommen. Besonders robust ist die Forastero (Fremdlig). Obwohl der Kakao aus der Forastero weniger aromatisch ist, wird diese Pflanze heute wesentlich öfter angebaut. Der Grund hierfür ist ihre Resistenz gegenüber Schädlingen und verschiedensten Erkrankungen. Hingegen wird die Criollo (Einheimische) nur sehr selten angebaut, der Kakao ist jedoch wesentlich geschmacksintensiver.
Eine Mischung dieser beiden Varianten ist die Trinitario. Im 18. Jahrhundert wurde diese überwiegend in Trinidad angebaut. Heute findet man sie jedoch auch in anderen Regionen dieser Welt. Diese Art der Kakaopflanze vereint in sich die Vorteile der beiden Grundtypen. Nach umfangreichen Untersuchungen fand man heraus, dass die Kakaopflanze ihren Ursprung in Südamerika hat. Eine Beschreibung durch die Fruchtform ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und so hält man sich hinsichtlich dieser bis heute an der Erklärung von Van Hall fest. Obwohl die Kakaopflanze in den vergangenen Jahren entscheidend an Bedeutung gewinnen konnte und sich immer deutlicher auch in Mitteleuropa durchsetzte, kann man sie bis heute nur unter sehr schwierigen klimatischen Bedingungen kultivieren. Bekannt ist sie in Deutschland als Zimmerpflanze, die jedoch nicht mehr nur ausreichend Pflege, sondern auch entsprechende Umgebungsverhältnisse benötigt. So verträgt die Kakaopflanze unter anderem keine Temperaturen unter 20 Grad. Zudem trägt sie sowohl 20 ° nördlicher als auch 20 ° südlicher Breite keine Früchte. Bei der Pflege muss darauf geachtet werden, dass die Kakaopflanze über ausreichend viel Wasser verfügt. Die Kakaopflanze ist auch als Zimmerpflanze sehr anfällig gegenüber verschiedenen Krankheiten und Pilzen. Des weiteren ist sie auf die Bestäubung von Mücken und kleinen Fliegen angewiesen. Aus diesem Grund sollte ein schattiger Standort gewählt werden. Ebenso ist verrottendes Laub vorteilhaft. Obwohl eine Kakaopflanze bis zu tausend verschiedene Blüten hervorbringen kann, ist in der Regel nur ein Bruchteil für die eigentliche Bestäubung geeignet.